Losgröße

Was ist eine Losgröße?

Die Losgröße bezeichnet die Menge von Produkten oder Teilen, die direkt hintereinander ohne eine Unterbrechung der Fertigung produziert wird z.B. 5.000 Schrauben. Jede Umrüstung der Maschinen verursacht somit Rüstkosten und -zeiten, da während der Umrüstung nicht produziert werden kann. Aus dem Grund wäre es sinnvoll relativ große Lose herzustellen. Daraus resultieren jedoch hohe Lagerbestände, die bis zur ihrer Auslieferung eingelagert werden müssen und Lagerkosten mit sich bringen.

Ermittlung der optimalen Losgröße

An dieser Stelle wird die Losgrößenplanung eingesetzt, um die optimale Losgröße zu ermitteln. Die Ermittlung dieser Kennzahl ist in Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Sie ermittelt die ideale Herstellungsmenge, bei der die Kapazität ausgelastet, die Durchlaufzeit optimiert und die Produktionskosten minimiert sind. Es existieren in der Theorie verschiedene Modelle, wie beispielsweise das Wagner-Within-Verfahren oder die Andlersche Losgrößenformel. In der Praxis sind diese Modelle allerdings nur bedingt einsetzbar, da sie häufig nicht den realen Gegebenheiten entsprechen.

Trend zu Losgröße 1

In Zeiten von Industrie 4.0 geht der Trend zu Losgröße 1 - einer Sonderanfertigung. Durch die Unterstützung von modernen Fertigungsverfahren können auch individuelle Produktionen inzwischen zu den Kosten einer Serienfertigung realisiert werden. Bei der Einzelfertigung stellt die Datenverarbeitung ein wichtiges Mittel dar, um die Produktionsprozesse transparent darzustellen, zu prüfen in welchem Fertigungsstatus sich ein Teil gerade befindet und wann es im weiteren Produktionsprozess benötigt wird. Die Integration eines Lagerverwaltungssystems kann ein wichtiger Schritt sein, da alle IT-Systeme eine lückenlose Kommunikation entlang der Wertschöpfungskette sicherstellen und in Echtzeit Daten austauschen müssen.

Bild: Flamingo Images / Shutterstock

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