Logistikoptimierung

Logistikoptimierung: Alle Abläufe im Fokus, die Optimierungspotenzial aufweisen

In vielen Unternehmen etablieren sich mit der Zeit Verhaltensweisen und Abläufe, die nicht optimal sind. Gerade mit Bezug zur Logistik ist es jedoch wichtig, alle Parameter regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. Nur so lassen sich Schwachstellen identifizieren, inkonsistente Abläufe erkennen und Prozesse so nachhaltig verbessern.

Die Logistikoptimierung setzt genau hier an, denn sie schafft Klarheit und Transparenz darüber, womit sich Kosten einsparen lassen.

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Definition Logistikoptimierung: Was wird unter diesem Begriff verstanden?

Der Begriff „Logistikoptimierung“ ist nicht einheitlich definiert, viele Akteure verstehen etwas anderes darunter. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten, die das Ziel dieses Prozesse gut beschreiben. Die Logistikoptimierung ist demnach ein Verfahren, mit dem sich Abläufe innerhalb der Logistik verbessern und strukturelle Mängel beseitigen lassen. Es gleicht oftmals einem Audit, das den Fokus auf alle Teilbereiche richtet und offenbart, wo Schwachstellen existieren.

Kurzum: Alles, was die Lagerhaltung betrifft, steht bei der Logistikoptimierung auf dem Prüfstand. Dazu werden einerseits Zielwerte definiert, um im Anschluss die Ergebnisse der Analyse anhalt qualitativer und quantitativer Faktoren einzuordnen. Die sich daraus ableitenden Maßnahmen sind dann kleinteiliger, praktischer Natur – sie beziehen sich auf das optimale Verhältnis von Kapazitäten, die dem Unternehmen etwa im Lager zur Verfügung stehen.

Struktur einer Logistikoptimierung: Wie läuft dieser Prozess ab?

In der Regel ist die Logistikoptimierung kein einmaliger, losgelöster Prozess, sondern durch ein regelmäßiges Überprüfen der wichtigsten Logistikbereiche geprägt. Wir möchten Ihnen im Folgenden einen Überblick über die Bereiche verschaffen, die davon tangiert werden.

Beschaffung

Sprüche wie „Im Einkauf liegt der Gewinn“ haben nicht nur betriebswirtschaftlich eine Bedeutung, sondern zeigen sich auch in Logistikprozessen. In der Beschaffung kommt es nicht nur auf Wareneinkauf und Wareneingang an, auch die produktionsgerechte Bereitstellung von Gütern sowie der Weitertransport gelten als erfolgskritisch. Die Logistikoptimierung fokussiert dabei die Ausgabenseite und misst die Performance, um Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Warenhandling

Lager- und Logistikoptimierung gehen Hand in Hand, hierbei werden alle Lagerbereiche identifiziert und sog. Heat Maps erstellt. Durch diesen Blick auf Prozesse der Supply Chain finden Sie Kostentreiber, die dann gezielt analysiert werden können. Zudem geht es um die Optimierung der Lager- und Artikelstruktur, um eine Reduktion von Laufwegen sowie um reibungslose Materialflüsse.

Versandabwicklung

Die Kommissionierung, das Verpacken sowie das Versenden stehen hier im Rahmen der Logistikoptimierung im Blickfeld. Anders als früher, wo Packoptimierung aufgrund des Aufwands nicht betrachtet wurde, lässt sich durch Datenaufbereitung heute präzise ein Mehrwert generieren. Der Einsatz moderner Lagerverwaltungssoftware ist dafür unerlässlich.

Schematischer Ablauf einer Logistikoptimierung

Da die Schwerpunkte höchst unterschiedlich gesetzt werden können, fehlt es an einheitlichen Abläufen für eine Logistikoptimierung. Denkbar wäre zum Beispiel, dass ein Unternehmen nur bestimmte Teilbereiche in den Fokus rückt, womit eine ganzheitliche Analyse fehlt. Dennoch gibt es grundlegende Schritte, die eine Logistikoptimierung strukturieren:

Analyse der IST-Situation

Zu Beginn einer Logistikoptimierung steht der Blick auf den Status quo. Wie werden Waren verteilt und eingelagert? Nach welchen Grundsätzen ist das Lagerlayout gestaltet? Welche systemischen Besonderheiten, Limitierungen und Co. gibt es? Alle Prozesse, die Teil der Wertschöpfungskette sind, werden hier betrachtet und einheitlich dargestellt. Im Rahmen einer Vor-Ort-Aufnahme werden dabei Material- und Informationsflüsse betrachtet, eingesetzte Lagertechnik und Flächenbelegungen erfasst sowie Abläufe beobachtet.

Danach werden Daten rund um den Warenfluss, die Betriebsdaten sowie zu Kosten und Zeitaufwand erfasst. So können Zielsetzungen oder Optimalwerte definiert werden, die alle nachfolgenden Maßnahmen der Logistikoptimierung messbar machen.

Identifikation des Optimierungspotenzials

Im Anschluss daran gilt es Schwachstellen zu identifizieren und zu beschreiben. Dabei stehen Zugriffsraten, Wegezeiten und dergleichen im Mittelpunkt. Ebenso werden KPIs mit eingefasst, die vorab festgelegt wurden.

Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs

Die sich daraus ableitenden Maßnahmen werden grob skizziert und entworfen, sodass man diese quantifizieren und priorisieren kann. Verschiedene Lösungsansätze gilt es zu diskutieren, um folgend in die Feinkonzeption gehen zu können. Wie stehen Aufwand und Effekt im Zusammenhang? Welche Stakeholder gilt es in den Prozess mit einzubeziehen? Derartige Fragen entscheiden mit über das weitere Vorgehen.

Kurzum: Eine Logistikoptimierung schafft Übersicht und ermöglicht es, fundierte Entscheidungen hinsichtlich konkreter Maßnahmen zu treffen. Je effizienter sich Logistikprozesse gestalten lassen, desto höher ist auch der Einfluss auf die Produktionskosten. Deshalb werden bei der Logistikoptimierung nicht nur Material- und Warenbestände analysiert, sondern auch Wegezeiten und Materialflüsse insgesamt differenziert betrachtet.

Bild: studioworkstock/ Shutterstock

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