Komplettladung

Das Konzept der Komplettladungen: Wir erklären, was zählt

Die Logistik ist nicht umsonst ein so komplexes Feld, mit unzähligen Begrifflichkeiten, die oft noch weiter mit praktischen Anwendungsfeldern gekoppelt sind. So hat vieles hierbei eine Berechtigung und oft sind es die kleinen, aber feinen Unterschiede, die zählen. So auch im Frachtverkehr. Die Komplettladungen stellen hierbei ein wichtiges Konzept dar, welches für viele Frachtgüter hervorragend geeignet ist und viele Vorzüge bietet.

Definition Komplettladung: Durchmischungen vermeiden und effizient Waren verschicken

Der Begriff der Komplettladung beschreibt auf generische Weise, worum es hierbei geht. So handelt es sich um vollständige Ladungen, bei denen ganz entscheidend ist, dass diese auf dem Weg zum vorgesehenen Ziel nicht verändert werden. Das bedeutet konkret, dass es weder zur Durchmischung mit weiteren Transportgütern, beispielsweise an Umschlagplätzen, noch zur Aufteilung der transportierten Waren kommt.

In der Praxis können die Komplettladungen dann auch in verschiedenen Auftragsformen vorkommen. Auf der einen Seite stehen hierbei die Einzelaufträge, die ganz klassisch die Komplettladung von A nach B in einem einzelnen Auftrag bedeuten. Doch auch automatisierte Prozesse, bei denen nach dem eingänglichen Auftrag weitere Teilaufträge ausgelöst werden, sind denkbar. Hierbei kann es beispielsweise vorkommen, dass die Ladung nach Ankunft automatisiert den nächsten Prozess auslöst.

Die Komplettladung im Kontrast zur Teilladung

In der Logistik wird die Komplettladung oft im Kontrast zur gegenteiligen Teilladung betrachtet, und das aus gutem Grund. So ist die Definition der Teilladung in etwa so, dass hierbei verschiedene Güter durchmischt und somit zusammengefügt werden können. Das kann bei standardisierten Transportgrößen beispielsweise dazu führen, dass verfügbarer Platz noch optimierter genutzt wird.

Entscheidend hierbei ist, dass in Sachen Transportlogistik bei der Teilladung andere Schritte notwendig sind und beispielsweise die Komplexität etwas steigt, was wiederum für die Komplettladungen spricht.

Hinweis: Teilladungen im Gegensatz zu Komplettladungen können auch als Sammelgutverkehr bezeichnet werden.

Verschiedene Transportmittel bieten Unterschiede bei den Komplettladungen

Aufgrund der vielfältigen Transportstandardisierungen muss auch ein Blick auf die Transportmittel geworfen werden, da es hier bei den Komplettladungen gewisse Unterschiede gibt. Die wichtigsten Unterscheidungen sind nachfolgend dargestellt:

  • Full Truck Loads (FTL) werden Komplettladungen auf LKW genannt, die im klassischen LKW-Verkehr eingesetzt werden. So sind gerade hier Teilladungen nicht unüblich, wobei die Komplettladungen auf direktem Wege logistische Vorteile bedeuten können, besonders wenn die richtigen Kapazitäten ausgewählt und später auch ausgefüllt werden.
  • Full Container Loads (FCL) sind die Komplettladungen im Containerverkehr. Auch hier ist entscheidend, dass die Kapazitäten passend gefüllt werden. Besonders in der Planung ist es daher wichtig, die Komplettladung an die verfügbaren Mengen gut anzupassen.

Des Weiteren gibt es für den Zugverkehr mit Wagenladungen auch einen Begriff für die Komplettladungen, da die oft auf Zügen transportierten Güter genau das zulassen. So umfassen diese beispielsweise Schüttgüter, deren Vermischung eher ungeeignet wäre. Besonders auf Transportwegen, bei denen die Zulieferer und auch die Empfänger über entsprechende logistische Möglichkeiten des Ver- und Entladens verfügen, lohnen sich optimierte Komplettladungen auch auf der Schiene.

 

Bild: Baloncici / Shutterstock

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