Embedded PC

Embedded PC einfach erklärt: Modular gestaltete Industrie-PCs für die Logistik

Wenn es darum geht, Anwendungen in der IT oder der Logistik optimal aufeinander abzustimmen, übernehmen Embedded PCs eine wichtige Funktion. Sie sind als Industrie-PCs stets modular aufgebaut und speziell auf den Aufgabenbereich zugeschnitten, in welchem sie zur Anwendung kommen. Als eingebettetes System sind sie auf Regelungs- oder Steuerungsaufgaben ausgelegt, die sich hinsichtlich ihres Anforderungsprofils teils deutlich von klassischen Standard-PCs unterscheiden.

proLogistik erläutert Ihnen den Aufbau und die Funktion eines Embedded PC, stellt die Vorteile heraus und gibt Beispiele für mögliche Einsatzbereiche.

Zur Erklärung: Aufbau eines Embedded PCs

Im Rahmen des Warenlagermanagements kommt es u.a. darauf an, genau jene Funktionen bereitzustellen, die für den Anwender in der konkreten Situation wichtig sind. Ein Kommissionierer beispielsweise nutzt ein Handheld oder ein Mobiles Datenerfassungsgerät (MDE) dafür, um intuitiv wichtige Angaben zu machen oder Aufgaben abzuhaken. Diese Geräte sind in Ihrem Aufbau so konzipiert, dass sie speziell für diese Aufgabe die höchste Leistungsdichte bereitstellen.

Konkret: Ein Embedded PC ist dadurch gekennzeichnet, dass ein hoher Grad an Automatisierung gegeben ist. Dieser ist grundsätzlich in die jeweilige Anwendungsumgebung eingebettet, was auch die englische Bezeichnung erklärt. Es werden nur jene Komponenten verbaut, die auch tatsächlich notwendig sind. Deshalb fallen beispielsweise bestimmte Schnittstellen oder damit verknüpfte Peripheriegeräte weg, wenn die Datenübertragungs beispielsweise via WLAN oder Bluetooth erfolgt. Ein Embedded PC ist zudem durch eine durchgehend auf Robustheit und Langlebigkeit ausgerichtete Auswahl einzelner Komponenten charakterisiert.

Bestandteile, die einen Embedded PC kennzeichnen, in der Übersicht:

  • CPU-Modul mit Netzanschluss
  • Diverse Schnittstellen (USB, Ethernet, etc.), je nach Anwendungsfokus
  • Betriebssystem
  • Reihenklemme (Busklemme)
  • Schnittstellen für Feldbus (Industrial, Profibus, o.ä.)

Funktionsweise und Aufgabe eines Embedded PC

Die Besonderheit eines Embedded PCs liegt darin, dass dieser typischerweise modular aufgebaut ist und speziell für einzelne Industrie-Anwendungen konzipiert wurde. Selbstverständlich gibt es Unterscheidungen hinsichtlich der Einsetzbarkeit, die abhängig ist von der Leistungsklasse der gewählten Komponenten. Ein Embedded PC dient im Besonderen folgenden Aufgaben:

  • Steuerung und Monitoring von industriell genutzten Maschinen oder Anlagen
  • Unabhängige Handhabung einzelner Arbeitsschritte (z.B. Kommissionierung, Etikettierung) ohne Zuhilfenahme bestimmter Peripheriegeräte
  • Dauerbetrieb durch wechselnde Anwender, etwa in der Lagerverwaltung
  • Einsatz auch in schwierigen Arbeitsumgebungen (Tiefkühlbereiche, hohe Hygieneanforderungen in der Lebensmittelindustrie, Bereiche mit Spritzwasser und Kontakt mit Feuchtigkeit)

Kurzum: Der Embedded PC ist verfügbar mit individuellen Spezifikationen, je nach gewünschtem Einsatzbereich. Somit existiert eine gewisse Bandbreite, die u.a. lüfterlose, mit PoE-Ports ausgestattete, mit IP-Schutz versehene, für extreme Temperaturen oder Erweiterungsslots ausgelegte Embedded PCs umfasst.

Einsatzbereiche und Vorteile eines Embedded PCs

Ein Blick auf die Einsatzszenarien, in denen Embedded PCs verwendet werden, zeigt die Bandbreite möglicher Nutzungen. Diese reichen von der Unterhaltungselektronik, etwa in Streaming-Boxen, Fernsehern oder Spielekonsolen, über Medizin- und industrielle Technik, Luft- und Raumfahrt bis hin zu klassischen Telekommunikationsgeräten (Industrie-PCs wie das Pro-V-Pad Classic von proLogistik u.a.).

Oftmals werden Steuerungs- oder Messeinheiten auf Basis eines Embedded PCs entwickelt. Sie zeichnen sich dann durch eine spezifisch auf diese Aufgabe ausgerichtete Funktion aus, die natürlich bestimmte Vorteile mit sich bringt:

  • Kostengünstiger, da wartungsarmer oder gänzlich wartungsfreier Gebrauch
  • Hohe Funktionalität auch auf kleinem Raum, etwa durch Wegfall unnötiger Komponenten
  • Geringer Stromverbrauch bzw. eine hohe Energieeffizienz
  • Konfiguration spezifisch auf die eigenen Bedürfnisse (u.a. hinsichtlich Display, Touchscreen, Prozessor, Schnittstellen, Betriebssystemen oder Kompatibilität)

Bild: Baiploo / Shutterstock

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