Sendungsdaten auf direktem Weg
TMS für Stückgutkooperationen: CargoLine, 24plus und VTL erfolgreich integrieren
1982 fing alles an. Mit der IDS Logistik GmbH wurde damals die erste deutsche Stückgut-Kooperation aus der Taufe gehoben. Es war die Geburtsstunde der mittelständischen Transportnetzwerke und ein Beispiel, das Schule machen sollte.
Nachfolgende Kooperationen wie CargoLine, 24plus oder VTL (Vernetzte-Transport-Logistik) ermöglichen ebenso wie IDS eine flächendeckende Distribution, hohe Sendungsdichte und attraktive Laufzeiten. Nicht nur der Kundenservice, sondern auch die Anforderungen an die IT-Systeme der Partnerunternehmen sind seit den 80er Jahren kontinuierlich gestiegen.
Insellösungen sorgen für enge Grenzen
Sendungsdaten müssen in Echtzeit ausgetauscht, Statusmeldungen automatisiert übertragen, Label korrekt erzeugt und Netzwerkvorgaben zuverlässig eingehalten werden. Wer diese Prozesse noch mit Insellösungen, manuellen Eingaben oder Excel-Tabellen unterstützt, stößt schnell an Grenzen.
Ein modernes Transport Management System (TMS) entwickelt sich deshalb zunehmend zur zentralen Plattform für die Zusammenarbeit innerhalb von Stückgutkooperationen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Verwaltung eigener Transportprozesse, sondern insbesondere die nahtlose Integration der jeweiligen Netzwerkstandards.
Die Herausforderung: Unterschiedliche Systeme, gemeinsames Netzwerk
Jede Stückgutkooperation definiert eigene Prozesse, Kommunikationsstandards und Anforderungen an den Datenaustausch. Dazu gehören zum Beispiel die Barcode- und Labelstandards oder die Qualitäts- und Servicekennzahlen.
Beispiele für unterschiedliche Prozesse und Standards bei verschiedenen Stückgut-Netzwerken:
- Sendungsanmeldungen
- Barcode- und Labelstandards
- Status- und Ereignismeldungen
- ETA-Informationen
- Clearing- und Abrechnungsdaten
- Schnittstellen zu Zentralrechnern
- Qualitäts- und Servicekennzahlen
Für die angeschlossenen Partner entsteht daraus eine komplexe IT-Landschaft. Neben dem eigenen TMS müssen häufig Telematiksysteme, Lagerverwaltung, Kundenportale, Fahrer-Apps und Netzwerkplattformen miteinander kommunizieren.
Fehlt eine durchgängige Integration, entstehen Medienbrüche. Mitarbeiter müssen Daten mehrfach erfassen, Statusinformationen manuell nachpflegen oder Fehler in den Schnittstellen korrigieren. Gerade vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels wird die Automatisierung dieser Abläufe zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Die Folgen mangelnder Integration in Stückgutnetzwerke:
- Höherer Verwaltungsaufwand
- Verzögerte Informationsflüsse
- Erhöhte Fehlerquoten
- Schlechtere Servicequalität
- Sinkende Produktivität
Integration statt Parallelwelten
Viele Speditionen haben ihre IT-Landschaft über Jahre hinweg schrittweise erweitert. Für die Disposition existiert ein System, für die Abrechnung ein weiteres und für die Kommunikation mit der Kooperation oft zusätzliche Spezialsoftware.
Das Resultat sind parallele Datenbestände und redundante Prozesse.
Ein modernes TMS verfolgt einen anderen Ansatz: Sämtliche Informationen werden in einer zentralen Datenbasis zusammengeführt. Dadurch können Netzwerkdaten automatisch verarbeitet und direkt in die operativen Abläufe integriert werden. Für Disponenten bedeutet das zum Beispiel, dass Sendungsdaten automatisch übernommen werden und Statusinformationen sofort verfügbar sind.
Die Mitarbeitenden arbeiten dabei weiterhin in ihrer gewohnten Oberfläche, während das TMS die Kommunikation mit der jeweiligen Kooperation im Hintergrund übernimmt.
Vorteile eines in Stückgutnetzwerke integrierten TMS für Disponenten:
- automatische Übernahme von Sendungsdaten
- direkte Kommunikation mit dem Netzwerk
- sofortige Verfügbarkeit von Statusinformationen
- zentrale Bearbeitung aller Aufträge
Effiziente Sendungsanmeldung und Datenaustausch
Ein zentraler Erfolgsfaktor in Stückgutnetzwerken ist die Qualität der Sendungsdaten. Fehlerhafte Adressen, fehlende Referenzen oder unvollständige Informationen führen schnell zu Rückfragen, Verzögerungen und Zusatzkosten. Ein integriertes TMS unterstützt bereits bei der Auftragserfassung durch Plausibilitätsprüfungen und automatische Datenvalidierungen.
Sobald ein Auftrag freigegeben wird, können die relevanten Informationen automatisch an die jeweilige Kooperation übertragen werden. Gleichzeitig werden notwendige Netzwerkkennzeichnungen, Barcodes oder Labels entsprechend der Vorgaben erzeugt. Der manuelle Aufwand reduziert sich erheblich, während die Datenqualität steigt.
Transparenz entlang der gesamten Transportkette
Kunden erwarten heute jederzeit Auskunft über den aktuellen Status ihrer Sendung. Diese Transparenz kann jedoch nur gewährleistet werden, wenn sämtliche Netzwerkpartner ihre Informationen zeitnah bereitstellen.
Moderne TMS-Lösungen verarbeiten Statusmeldungen aus den Kooperationen automatisch und stellen sie unmittelbar den relevanten Mitarbeitern zur Verfügung. Anstelle aufwendiger Telefonate entsteht ein digitaler Informationsfluss über die gesamte Transportkette hinweg.
Vorteile von Transparenz innerhalb von Stückgutnetzwerken:
- Sendungsverläufe können lückenlos verfolgt werden
- Verzögerungen werden frühzeitig erkannt
- Kunden können proaktiv informiert werden
- Serviceanfragen werden schneller beantwortet
Qualitätsmanagement auf Basis aktueller Daten
Stückgutkooperationen messen die Leistungsfähigkeit ihrer Partner anhand zahlreicher Qualitätskennzahlen. Laufzeiten, Zustellquoten oder Schadensraten fließen regelmäßig in Bewertungen ein.
Ohne geeignete IT-Unterstützung ist es schwierig, diese Kennzahlen aktuell im Blick zu behalten. Ein integriertes TMS kann relevante Netzwerkdaten automatisch auswerten und in Dashboards darstellen. Speditionsleiter erhalten zum Beispiel einen schnellen Überblick über Laufzeitabweichungen oder Zustellprobleme.
Abweichungen werden frühzeitig sichtbar und können gezielt bearbeitet werden, bevor sie sich negativ auf die Qualitätskennzahlen auswirken.
Integrierte TMS sorgen für Überblick über:
- Laufzeitabweichungen
- kritische Sendungen
- Zustellprobleme
- Reklamationsentwicklungen
- Netzwerkperformance
Die Rolle von pLG TMS in Stückgutkooperationen
Mit pLG TMS bietet die proLogistik Group eine speziell auf die Anforderungen von Transport- und Logistikunternehmen ausgerichtete Lösung, die auch die Anforderungen moderner Stückgutnetzwerke berücksichtigt.
Der besondere Vorteil liegt in der durchgängigen Prozessunterstützung: Von der Auftragserfassung über die Disposition und Telematik bis hin zur Abrechnung werden sämtliche Abläufe innerhalb einer integrierten Plattform abgebildet.
Für Partner diverser Stückgut-Kooperationen bedeutet dies, dass die Netzwerkkommunikation nicht als separater Prozess betrachtet wird, sondern direkt in die täglichen Arbeitsabläufe eingebunden ist.
Durch die zentrale Datenhaltung stehen sämtliche Informationen jederzeit aktuell zur Verfügung – unabhängig davon, ob sie aus der eigenen Organisation oder aus dem Netzwerk stammen.
Die Lösung pLG TMS unterstützt Kooperationspartner durch:
- automatisierte Sendungsanmeldungen
- standardisierte Datenaustauschprozesse
- Statusmanagement in Echtzeit
- Sendungsverfolgung
- Management-Dashboards
- Abrechnungs- und Clearingprozesse
- Integration mobiler Fahreranwendungen
Bewährte Schnittstellen zu diversen Netzwerken
Wer sich als Stückgut-Spediteur für ein neues TMS entscheidet, sollte auch mögliche Wechsel zu anderen Netzwerken oder Erweiterungen um zusätzliche Partnerschaften berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund ist es hilfreich, wenn die Software bereits über möglichst viele bewährte Schnittstellen zu Stückgut-Netzwerken verfügt. Die Lösung pLG TMS von proLogistik blickt hier auf eine lange Tradition zurück und beherrscht die Kommunikation mit diversen Organisationen, darunter 24plus, CargoLine oder VTL.
Bestehende Schnittstellen von pLG TMS zu Stückgut-Netzwerken:
- 24plus
- CargoLine
- CTL
- Dialog
- GEL
- GLS
- ILN
- Online
- STAR
- UPS
- VTL
- Palletways
Referenzen schaffen Vertrauen
Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines TMS für Stückgut-Spediteure sind die vorhandenen Erfahrungen und Referenzen. Die Software pLG TMS gehört zu den am meisten verbreiteten Lösungen.
Entsprechend viele Logistikdienstleister vertrauen auf pLG TMS. Bei CargoLine sind es zum Beispiel die Partner Amm, Hartmann, Schmelz, Schäfflein, Hinderberger, Grassl, BHS, Streit & Co sowie Rüdinger.
Die Rüdinger Spedition GmbH ist zugleich Partner im Netzwerk 24plus und nutzt pLG TMS entsprechend für beide Kooperationen. Mit der Stuttgarter LSU Schäberle Logistik & Speditions-Union ist pLG TMS auch in der Kooperation VTL vertreten.
Zu diesem Thema existieren konkrete Referenzberichte über den Einsatz von pLG TMS bei den Spediteuren Rüdinger und LSU Schäberle.
Weniger Aufwand für die Disposition
Gerade in Stückgutspeditionen stehen Disponenten unter erheblichem Zeitdruck. Hohe Sendungsmengen, kurzfristige Änderungen und Kundenanfragen bestimmen den Arbeitsalltag.
Je weniger Zeit für administrative Tätigkeiten benötigt wird, desto stärker kann sich die Disposition auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren: die optimale Steuerung der Verkehre.
Ein integriertes TMS reduziert den manuellen Aufwand erheblich, indem es viele Routineaufgaben automatisiert übernimmt. Dazu gehören zum Beispiel Datenübertragungen oder das Erstellen von Dokumenten. Die Mitarbeiter gewinnen dadurch wertvolle Zeit für operative Entscheidungen und Kundenbetreuung.
Routineaufgaben, die durch ein integriertes TMS automatisiert werden können:
- Datenübertragungen
- Statusaktualisierungen
- Dokumentenerstellung
- Ereignisüberwachung
- Netzwerkkommunikation
Zukunftssicherheit durch offene Plattformen
Die Anforderungen in den Stückgutnetzwerken entwickeln sich kontinuierlich weiter. Neue Tracking-Standards, Echtzeitinformationen, ETA-Berechnungen oder KI-gestützte Prognosen werden künftig eine immer größere Rolle spielen. Deshalb sollten Speditionen bei der Auswahl ihres TMS nicht nur auf aktuelle Funktionen achten, sondern auch auf die langfristige Erweiterbarkeit der Lösung.
Offene Plattformen mit modernen Schnittstellen schaffen die Grundlage dafür, neue Anforderungen der Kooperationen schnell umzusetzen und zusätzliche Systeme unkompliziert anzubinden. Gerade für mittelständische Unternehmen ist dies ein wichtiger Aspekt, um Investitionen langfristig abzusichern.
Fazit
Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Stückgutkooperationen wie CargoLine, 24plus oder VTL hängt heute maßgeblich von einer leistungsfähigen IT-Infrastruktur ab. Manuelle Prozesse und isolierte Anwendungen können die steigenden Anforderungen an Transparenz, Datenqualität und Geschwindigkeit kaum noch erfüllen.
Ein modernes Transport Management System schafft die notwendige Grundlage für durchgängige digitale Prozesse und einen automatisierten Datenaustausch mit den Netzwerken. Dadurch sinken Verwaltungsaufwände, die Servicequalität steigt und die Mitarbeiter werden spürbar entlastet.
Mit pLG TMS steht Stückgutspeditionen eine Lösung zur Verfügung, die die Anforderungen von Kooperationen und operativem Tagesgeschäft in einer zentralen Plattform zusammenführt. Für Speditionsleiter und Geschäftsführer bedeutet dies nicht nur effizientere Prozesse, sondern auch die Möglichkeit, die eigene Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Stückgutnetzwerke nachhaltig zu stärken.