Für die Optimierung der Intralogistik sind vier Hauptsoftwarelösungen entscheidend: Warehouse Management Systeme (WMS), Warehouse Control Systeme (WCS), Materialflussrechner (MFS/MFC) und ERP-Systeme. Diese Systeme steuern den Materialfluss vom Wareneingang bis zum Versand. Laut einer Studie von 2022 nutzen 75% der Unternehmen mindestens eines dieser Systeme zur Prozessautomatisierung. Die Zusammenarbeit dieser Programme reduziert Fehler und verbessert die Effizienz. Eine Fallstudie zeigt, dass Unternehmen durch die Implementierung eines WMS ihre Lagerkosten um 20% senken konnten.
Die wichtigsten Softwarekategorien im Vergleich
Softwarelösungen unterscheiden sich in ihren Funktionen und Anwendungsbereichen. Die Wahl der passenden Lösung hängt von Faktoren wie dem Automatisierungsgrad und der Lagergröße ab. Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die Unterschiede der Systeme:
| Software-Typ | Hauptaufgabe | Fokus | Automatisierungsgrad |
|---|---|---|---|
| WMS (Warehouse Management System) | Komplexe Lagerverwaltung und Bestandsführung | Optimierung von Lagerplätzen, Wegen und Personal | Manuell bis Vollautomatisiert |
| WCS (Warehouse Control System) | Steuerung von Maschinen und Fördertechnik in Echtzeit | Koordination von Förderbändern, Sortieranlagen etc. | Teil- bis Vollautomatisiert |
| MFS/MFC (Materialflussrechner) | Direkte Kommunikation mit der Hardware (SPS) | Routenberechnung für Maschinen, Vermeidung von Staus | Vollautomatisiert |
| ERP (Enterprise Resource Planning) | Übergeordnete Unternehmenssteuerung | Finanzen, Einkauf, Vertrieb, grobe Bestände | Gering (benötigt oft ein WMS) |
Ein WMS kann die Effizienz um bis zu 30% steigern, indem es Lagerprozesse optimiert. Ein WCS hingegen sorgt für einen reibungslosen Materialfluss und kann die Produktivität um bis zu 25% erhöhen. Für Unternehmen, die eine vollständige Automatisierung anstreben, bieten MFS/MFC-Lösungen eine präzise Steuerung der Lagertechnik.
Welche Software löst welches Problem im Lager?
Viele Unternehmen sind unsicher, wann sie welche Software benötigen. Unten finden Sie typische Herausforderungen in der Intralogistik und die passenden Software-Lösungen:
- Geringe Bestandsgenauigkeit und lange Suchzeiten: Ein WMS ist ideal. Es erfasst jeden Artikel in Echtzeit per Barcode-Scan, sodass Sie stets wissen, wo sich ein Artikel befindet. Studien zeigen, dass Unternehmen ihre Bestandsgenauigkeit um bis zu 30% verbessern können.
- Langsame Kommissionierung: Ein WMS optimiert die Laufwege des Personals, zum Beispiel durch Multi-Order-Picking. Zusätzlich erhöhen sprachgeführte Systeme wie Pick-by-Voice die Effizienz, indem Mitarbeiter beide Hände frei haben. Eine Fallstudie ergab, dass die Kommissioniergeschwindigkeit um 20% gesteigert werden kann.
- Stau auf den Förderbändern: Wenn viele Maschinen im Einsatz sind, helfen WCS oder MFS. Diese Systeme berechnen in Echtzeit die optimalen Routen für Kartons und Paletten, um Engpässe zu vermeiden. So kann die Durchsatzleistung um bis zu 15% gesteigert werden.
- Fehler beim Wareneingang: Ein WMS gleicht gelieferte Waren automatisch mit den Bestellungen aus dem ERP-System ab und weist sofort den optimalen Lagerplatz zu. Dadurch reduzieren sich Fehler um bis zu 25%.
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Unser Portfolio deckt alles ab, was Sie für eine effiziente Intralogistik benötigen:
- Leistungsstarkes WMS und TMS: Unsere Softwarelösungen für Lager- und Transportmanagement sind maßgeschneidert und effizient.
- Industrielle Hardware ‘Made in Germany’: Wir bieten robuste Industrie-PCs und mobile Datenerfassungsgeräte, die optimal mit unserer Software arbeiten.
- Sprachgeführte Systeme: Diese Systeme ermöglichen eine fehlerfreie und schnelle Kommissionierung.
- Consulting: Unsere Experten analysieren Ihre Prozesse und finden den idealen Automatisierungsgrad für Ihr Lager.
Unsere skalierbaren Systeme helfen Ihnen, Ihre Lieferketten effizient zu gestalten. So erzielen Sie echte Wettbewerbsvorteile.
FAQ, Häufige Fragen zur Intralogistik-Software
Reicht mein ERP-System für das Lager nicht aus?
Ein ERP-System bietet Überblick über Bestände, ist jedoch nicht für dynamische Wegeoptimierung oder die Steuerung von Fördertechnik konzipiert. Ab einer Lagergröße von etwa 5.000 Quadratmetern benötigen Sie ein spezialisiertes WMS, das über eine Schnittstelle an Ihr ERP angebunden wird. Dies gewährleistet Effizienz und Fehlerfreiheit.
Worin unterscheiden sich WMS und WCS?
Das WMS verwaltet Bestände, Lagerplätze und Aufträge, also das “Was” und “Wo”. Das WCS hingegen steuert in Echtzeit die Maschinen, Förderbänder und Roboter, um die Aufträge des WMS physisch auszuführen. Ein Beispiel: Während das WMS den Lagerort eines Artikels kennt, sorgt das WCS dafür, dass dieser Artikel effizient befördert wird.
Welche Software eignet sich für ein komplett manuelles Lager?
In einem Lager ohne Fördertechnik ist ein WMS ideal. Es führt Mitarbeiter digital, beispielsweise über Handscanner oder Tablets, optimiert Laufwege und stellt korrekte Bestände sicher. Dies ist besonders wichtig, um Fehler zu minimieren und die Produktivität zu steigern.
Zur Optimierung der Intralogistik sind Warehouse Management Systeme (WMS) entscheidend, da sie Bestände effizient verwalten und Prozesse wie die Kommissionierung beschleunigen. Wenn automatisierte Anlagen integriert werden, ergänzen Warehouse Control Systeme (WCS) und Materialflussrechner die IT-Struktur optimal. Die proLogistik Group bietet maßgeschneiderte Lösungen, die Software, Hardware und Beratung kombinieren, um Ihre Lieferkette effizienter zu gestalten. Entdecken Sie, wie wir Ihre Intralogistik auf das nächste Level heben können, und kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung.