Was versteht man unter Kuppelproduktion?
Unter Kuppelproduktion versteht man einen Produktionsprozess, bei dem aus einem Rohstoff oder einem Prozess gleichzeitig mehrere Produkte oder Nebenprodukte entstehen. Unterschieden werden das wirtschaftlich wichtigste Hauptprodukt, sowie die Neben- und Abfallprodukte. Das Nebenprodukt ist weniger wertvoll als das Hauptprodukt, aber dennoch nutzbar. Das Abfallprodukt hat keinen eigenen wirtschaftlichen Nutzen. Die Kuppelproduktion zielt darauf ab, möglichst viele Nebenprodukte sinnvoll zu verwerten, um Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zu optimieren.
Kuppelproduktionen findet man zum Beispiel in der chemischen Industrie bzw. in Raffinerien: Aus Rohöl entstehen hier Benzin, Diesel, Heizöl, Bitumen oder Kerosin. Beim Herstellen von Schwefelsäure entsteht Wärme, die zum Beheizen anderer Prozesse oder für Fernwärme genutzt werden kann. Auch in der Landwirtschaft und der Ernährungsindustrie gehören Kuppelproduktionen zum Alltag. Beim Schlachten entstehen neben Fleisch auch Knochen, Leder und Fett für andere Zwecke. Die Milchproduktion wirft nicht nur Milch, sondern auch Molke ab.
Eigenschaften der Kuppelproduktion:
- Effizient: Nutzung der Nebenprodukte erhöht die Wirtschaftlichkeit
- Gleichzeitig: Mehrere Produkte entstehen parallel
- Verbreitet: Häufig in der Industrie und Landwirtschaft anzutreffen
- Abgestuft: Unterschiedliche Wertigkeit von Haupt- und Nebenprodukt