Fachbegriffe - erklärt von proLogistik

Lagerverwaltungssystem

Lagerverwaltungssystem
Bild: Marcin Balcerzak / Shutterstock

Was ist ein Lagerverwaltungssystem (LVS)?

Ein Lagerverwaltungssystem (LVS) ist quasi der Herzschrittmacher eines jeden Lagers. Im engeren Sinne handelt es sich hierbei um ein bestandsführendes System, das die verschiedenen korrelierenden Abhängigkeiten zwischen Beständen (Artikel, Sortiment, Charge) sowie der physischen Ebene (Lagerort, Lagerfach, Lagereinheit, Ladehilfsmittel etc.) abbildet und verwaltet. Angesichts der zunehmenden Komplexität intralogistischer Prozesse in modernen Lager- und Distributionszentren ist ein leistungsstarkes Lagerverwaltungssystem (engl. Auch Warehouse-Management-System = WMS) mit integrierten Optimierungsstrategien essentiell für die Kontrolle der Systemzustände sowie die Steuerung der Materialflussbewegungen.

Das LVS schafft Transparenz, aufwändiges Suchen entfällt, Kommissionierfehler werden minimiert und die Lieferqualität steigt deutlich. Realisierbar sind zudem eine chaotische Lagerplatzverwaltung, die beleglose Kommissionierung (einstufig, mehrstufig oder parallel) sowie eine permanente Inventur. Darüber hinaus lassen moderne Lagerverwaltungssysteme die Integration von Pick-by-Voice-, Pick-by-Light – und RFID-Anwendungen sowie eine optimierte Staplersteuerung zu. Zum Standard zählen auch Schnittstellen für die Anbindung an überlagerte ERP-Systeme sowie an den unterlagerten Materialflussrechner, der die Warenströme steuert.

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