Fachbegriffe - erklärt von proLogistik

Kommissioniersystem

Kommissioniersystem
Bild: Marcin Balcerzak / Shutterstock

Die VDI-Richtlinie 3590 definiert den Begriff der Kommissionierung als „das Zusammenstellen von bestimmten Teilmengen (Artikel) aus einer bereitgestellten Gesamtmenge (Sortiment) aufgrund von Bedarfsinformationen (Aufträge).“ Bei den zu pickenden Artikeln kann es sich sowohl um Rohstoffe und Hilfsmittel als auch Halberzeugnisse sowie Fertigwaren handeln.

Das gewählte Kommissionierverfahren orientiert sich an den zeitlichen und räumlichen Vorgaben im Hinblick auf die Bereitstellung der Waren, deren Entnahme und Abgabe. Daraus lassen sich geeignete Kommissioniertechniken ableiten und als Systemlösung implementieren. Generell werden Kommissioniersysteme wie folgt untergliedert:

  • Informationssystem
  • Organisationssystem
  • Materialflusssystem

So lassen sich die für die Auftragsabwicklung erforderlichen Informationen entweder akustisch (Pick-by-Voice), optisch (Pick-by-Light) oder per Datenfunk übertragen. Das Materialflusssystem regelt die Bereitstellung der Waren wahlweise nach den Prinzipien „Person-zur-Ware“ oder „Ware-zur Person“, schreibt eine manuelle oder automatisch unterstützte Entnahme vor und beeinflusst somit direkt die Bewegungsabläufe der Mitarbeiter. Das Organisationssystem fokussiert hingegen die Aufbau- und Ablauforganisation innerhalb der Kommissionierung und deren Optimierung.

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